Heute trinken wir uns schön…

Als Kinder sind meine Schwester und ich mit meinen Eltern gerne „in die Heidelbeeren“ gegangen. Geheime Stellen, die mein Vater niemandem verriet, wurden im Wald aufgesucht. Mit einem kleinen Eimerchen unterm Arm schwärmten wir aus, begeistert von den vielen Heidelbeersträuchern zwischen den Bäumen. Gesammelt wurde im Verhältnis 1:3 („Eins ins Eimerchen, 3 ins Goschele). Erstaunlicherweise schafften wir es trotzdem, unsere Eimer voll zu bekommen und im Wald nicht verloren zu gehen. Smoothies gab es damals noch nicht, meine Mutter hat z. Bsp. Heidelbeerpfannkuchen daraus gebacken.

Und unsere blauen Lippen kamen nicht von einem plötzlichen Kälteeinbruch, wie ihr euch denken könnt. Auch die Zähne und Finger sahen aus, wie durch ein Färbebad gezogen. Das war uns herzlich egal, dafür waren die Beeren viel zu lecker. Schade, dass es davon keine Bilder gibt (komischerweise nur von den vielen Modesünden, die Jahre später begangen wurden).

Die Farbe signalisiert uns, ob die Beere schon reif ist und lässt sie uns leichter zwischen den grünen Blättern finden. Sekundäre Pflanzenstoffe sind dafür zuständig, die aber noch mehr können…

An der Heidelbeere sieht man, dass reines Blau in der Natur nicht vorkommt. In allen blauen Obst- und Gemüsesorten befinden sich auch rote Farbpigmente. Anthocyane sorgen bei den Beeren für die blaue Farbe und sind bakterienhemmende Pflanzenstoffe. Für die rote Farbe sind die Karotinoide zuständig, die die Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen und vorzeitiger Alterung schützen, indem sie freie Radikale abfangen. Diese beiden Stoffe wirken wir ein kleines Schönheitsprogramm von innen… dass auch außen sichtbar wird.

Das gilt natürlich auch alles für die Brombeere, die außerdem mit ihrem Gehalt an zeltschützendem Vitamin E eine besonders effektive Anti-Aging-Frucht ist.

Und lecker ist der Smoothie auch noch! Bei mir kommt er ganz ohne Zucker aus, wer es süßer mag, gibt noch ein paar Himbeeren dazu. Die machen auch schön ; )

Also:  heute trinken wir uns schön…

Prost Mädels!
Die Billa

PS: Seid ihr auch „in den Heidelbeeren“ gewesen?

 

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